Akascht - Hans v. Chelius & Stefan Erz

Its a long way to the top ... Zwei Rocker packen ein

Eine Konzert-Kabarett-Autobiografie „Tschaka!!“, der Motivationsbefehl der neunziger Jahre, hat für die beiden Rockmusiker Hans von Chelius und Stefan Erz seine Wirkung komplett verfehlt. Rückwärts gesprochen wird aus „Tschaka“ „Akascht“ und eine Aufforderung für die zwei übermäßig talentierten Sänger und Songwriter, mit großer Gelassenheit ihre holprige Karriere im Musik-Business voller Witz und Selbstironie Revue passieren zu lassen.

Immer wieder standen sie knapp davor, den Durchbruch zu schaffen – mal gemeinsam, mal jeder für sich – aber stets konnten sie im letzten Augenblick den Erfolg gerade noch vermeiden. Immerhin haben Hans von Chelius und Stefan Erz mit illustren Größen des Business gearbeitet: Sasha, Tito and Tarantula, Willi Astor, Reamonn, Guano Apes, Michael Mittermeier und, und, und…!

Das Duo erzählt von seinen absurden Erfahrungen mit der Musikindustrie, von kuriosen Auftritten und all den falschen Versprechungen denen die jungen Künstler nur allzu gerne auf den Leim gingen, sehr zum Vergnügen ihres heutigen Publikums.

Und doch steht ihre Musik im Mittelpunkt. Inmitten der grotesken Anekdoten zeigen die zwei ausgebufften Profis immer wieder, wo die Audiowurst wächst. Was die beiden phänomenalen Stimmen, sich selbst mit zwei Gitarren begleitend, zaubern, ist großes Kino. In geschmackvollen Arrangements wechseln die Eigenkompositionen einander ab: Die Songs von Stefan Erz in deutsch, die von Hans von Chelius in englisch. Internationales Format haben sie alle miteinander.

Ihr Traum vom Rockstar-Dasein hat sich bis dato nicht erfüllt. Aber obwohl ihre Titanic gesunken scheint, stehen sie fröhlich an Deck und spielen und spielen, und man hofft, es möge nie aufhören, wenn sie die wunderbaren akustischen Versionen ihrer Rocksongs zum besten geben. Das ist echtes Entertainment, irgendwo zwischen Page & Plant und Waldorf & Stettler , zwischen James Blunt und Badesalz.

Wenn Es-nicht-schaffen immer solche Ergebnisse zeitigte, würde man es sich künftig zweimal überlegen, jemand viel Erfolg zu wünschen.

Noch nie war scheitern so ergiebig.

 
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