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  Felix Oliver Schepp

Hirnklopfen


Kopfnusslieder und Herzensangelegenheiten

Jetzt mal Hand auf´s Hirn.
Oder raucht Ihnen schon das Herz?
Kennen Sie diesen wunderbar hilfreichen Satz „Du denkst zu viel“?
Und wussten Sie schon, dass man Herzschmerz einfach wegklopfen kann?
Felix Oliver Schepp singt um unser aller Leben. Von der Denkwürde des Menschen. Und von ganzem Herzen.
In seinem zweiten Soloprogramm zwischen Chanson und Musikkabarett nimmt er sich zwei Privilegien vor, die in dieser Ausprägung wohl nur dem Homo Sapiens gegeben sind: den Verstand und das Gefühl. Gut, natürlich: niedliche Katzenvideos im Internet sind beliebter als etymologische Abhandlungen darüber, dass das Wort „Gag“ (englisch für Witz) auch würgen oder knebeln bedeutet. Aber ist dieses pausenlose Geklicke und Gemöge nicht eigentlich eine Ersatzhandlung für echte Herzensangelegenheiten? Und ist das menschliche Gehirn womöglich überhitzt durch die rund 20000 Entscheidungen, die wir täglich treffen müssen - Tendenz steigend durch noch mehr Möglichkeiten wie Zunge spalten oder Apfelsaft-Geburt?
Mit seinen schrägen Liedern und seinen skurril-poetischen „scheppsons“, macht Felix Oliver Schepp sich auf die Suche nach dem richtigen Maß. Er singt von Kindern, die bis zur Kritikunfähigkeit hochgelobt werden und bittet den Heiligen Perfektus um Ablass. Er treibt die Geltungssucht der Generation Individuell so weit, dass das narzistische Mauerblümchen seinen Ausweg im Pflanzendünger sucht. Er appelliert, sich nicht auszuruhen auf diesem ewigen „Bleib wie Du bist“. Weg von der Engstirnigkeit. Für ein bisschen mehr Großherz. Ohne gleich den Kopf zu verlieren.
Musik&Texte: Felix Oliver Schepp


Die SZ schreib nach der München-Premiere:
"Ansteckend - Felix Oliver Schepp in der Lach- und Schießgesellschaft
Von Thomas Becker

Der Neue geht ganz schön ran. Gleich in den ersten Song legt er alles rein, was er hat: treibender Beat, eingängiger Refrain, fulminanter Text und ein so aktuelles wie relevantes Thema, nämlich die Geltungssucht der Generation Individuell, dieses ach so dringende Bedürfnis, anders zu sein, zur Not mit Kojoten-Carpaccio auf dem Teller. Oder wie der Mann am Klavier singt: "Ich hol' mir keinen runter, sondern einen rauf." Als er den Schlussakkord auch noch mit Schläfe und Hintern spielt, hört man die Nachtigall trapsen: Individuell will er sein, anders eben. Puh, könnte anstrengend werden. Wird es aber nicht, im Gegenteil. Felix Oliver Schepp ist zwar anders, das aber auf eine äußerst angenehme, bestens unterhaltende Weise.

"Hirnklopfen - Kopfnusslieder und Herzensangelegenheiten" (Regie: Sven Kemmler) heißt das zweite Soloprogramm des in Hamburg lebenden Augsburgers. Als Running Gag hat er sich für eine meridiane Klopftechnik aus der energetischen Psychologie entschieden, mit der man negative Emotionen wegklopfen und den Energiefluss ankurbeln können soll. Mag sein, doch entweder funktioniert das bei Schepp besonders gut, oder er hat diese Hilfe gar nicht nötig. Denn von negativen Emotionen ist man nach 90 Minuten weit weg, und die Energie, die der Mittdreißiger in der mäßig besetzten Lach- und Schießgesellschaft entfacht, wirkt ansteckend.

Nach dem Opener kommt er beim Debüt im "Laden" ohne Ranschmeiße aus, verlässt sich nicht nur auf seine Musikalität, sondern überrascht mit originellen Zugängen: ein Anti-Atomkraft-Duett mit einer Kinderspieluhr ("Weißt du, wie viel Stäblein glühen?"), eine Schlechte-Laune-Hymne ("Endlich wieder Herbst"), gefühliger Dank an den Schutzengel, ein trauriges Lied vom To-do-Kind Justin Time, das statt Sommersprossen Tagesordnungspunkte bekommt, und immer wieder launige Zweizeiler zum Klavierparlando, die er "Scheppsons" getauft hat: "Ich war Milchbubi - und sie laktoseintolerant." Schepp macht Spaß und Lust auf mehr. Junge, komm bald wieder!"
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Einlass ab 18:30:00h
20:00:00
24,- €
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Ausverkauft
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  Münchner Lach- und Schießgesellschaft
Haimhauserstraße / Ecke Ursulastraße – 80802 München

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